Aktuelles zum ehemaligen Rathaus in Vöhrum

Im ehemaligen Rathaus in Vöhrum kann Wohnraum entstehen. CDU stimmte im Ortsrat dagegen – SPD machte den Weg frei. Endlich ist es soweit: aus der Brache im Ortskern von Vöhrum kann Wohnraum werden, und aus einem Schandfleck wird ein Gebäude, das sich wieder sehen lassen kann. Am 7. Dezember 2017 wurde die Vorlage der Verwaltung im Ortsrat mit den Stimmen der SPD-Mitglieder angenommen.

Ortsbürgermeister Dirk Franz und die SPD-Fraktion machten sich stark für die Nutzung des ehemaigen Rathauses
Maik Meyer vertrat die Position der SPD-Franktion zur künftigen Nutzung des ehemaligen Vöhrumer Rathauses

Die Vorlage der Stadtverwaltung aus August 2017 (siehe früheren Beitrag dazu) wurde nach Beschluss des Ortsrates öffentlich ausgelegt, um die Öffentlichkeit vom Vorhaben zu informieren und Einwände entgegen zu nehmen.

Stellungnahmen und Anregungen gab es von Anwohnern der Nachbarschaft, die Landwirtschaftskammer und dem Landvolk. Die Verwaltung konnte aufzeigen, dass alle Einwände bereits in der früheren Vorlage berücksichtigt wurden.

Die Diskussion im Ortsrat ging in erster Linie darum, ob landwirtschaftliche Betriebe in ihren Aktivitäten und Entwicklungsmöglichkeiten mit Einschränkungen zu rechnen hätten. Die Antworten der Verwaltung waren deutlich und eindeutig, zusammengefasst lauten sie wie folgt:

Durch Änderung des Bebauungsplans werden die Grundstücke „ehemaliges Rathaus“ und „Bürgerzentrum“ zum „allgemeinen Wohngebiet“, unverändert bleiben die umliegenden Grundstücke mit zum Teil landwirtschaftlichen Betrieben, Wohngebäuden und der gewerblichen Nutzung um den Supermarkt.

Besonderes Augenmerk galt dabei den landwirtschaftlichen Betrieben. Nach der Vorlage der Verwaltung wird deren Bestandsschutz festgeschrieben. Das bedeutet, dass die Landwirte ihre Betriebe so führen und entwickeln können wie bisher.

Der neue Eigentümer des ehemaligen Rathauses muss daher mit einigen Auflagen leben. So hat er für Maßnahmen zum sogenannten „passiven Lärmschutz“ zu sorgen, wie z.B. geeignete Schallisolierungen im Haus. Gewisse Belästigungen durch Gerüche aus der Landwirtschaft und Lärm sind zu ertragen. Das galt bisher auch für alle Anwohner in dieser Lage.

 Die Nutzung des Dorfparks durch Veranstaltungen mit Musik oder Feiern mit entsprechender Lautstärke im bisherigen Rahmen wird gewährleistet und muss von den künftigen Bewohnern akzeptiert werden.

Das alles wird im Detail im Bebauungsplan festgelegt und soll für rechtliche Klarheit sorgen. Schließlich soll das ehemalige Rathaus zusätzlichen Wohnraum schaffen, wieder eine optische Bereicherung für den Ortskern werden und das Zentrum mit weiterem Leben bereichern.